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Infos zu:
Formaldehyd
Spanplatten
und Möbel werden nach Verfahren geprüft und gekennzeichnet, die in Prüfräumen
gelten, aber keine Sicherheit für Wohn- und Schlafräume
bieten! So wird in Prüfkammern unter folgenden Bedingungen gemessen:
"raumluftumspült,
bei 23°C und 45% rel. Feuchte, bei einem Luftwechsel pro Stunde und
mit einer Raumbeladung von 1 , d.h. 1m³ Plattenoberfläche auf 1m³
Raumvolumen".
Spanplatten
können als Baustoff und in Möbeln durch massives Holz sowie Faser- oder
Gips-platten ersetzt werden. Ist die Verwendung von Spanplatten unumgänglich,
so ist der Einsatz von melamin-oder phenolharzverleimten Spanplatten
zu empfehlen, die verhältnismäßig wenig Formaldehyd abgeben. Vorsicht
bei "formaldehydfreien" Spanplatten (die mit Sicherheit auch Leimharz
enthalten), wenn nichts über den eingesetzten Kleber bekannt ist.
Infos zu:
Holzschutzmittel
In Innenräumen
sind Holzschutzmittel ohne Ausnahme überflüssig und schädlich!
Auch
bei tragenden Bauteilen in Innenräumen ist der Schutz nach der Neufassung
DIN 68800, Teil 3, nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben.
Lassen Sie sich
vom Händler bescheinigen, daß die Hölzer abgelagert und unbehandelt
sind; bei einer Holzfeuchte unter 20% tritt kein Pilzbefall auf. Beachten
Sie Regeln des konstruktiven Holzschutzes, d.h. verhindern Sie einen
möglichen Befall durch technische Maßnahmen bei dem Auf- oder Einbau
von Holz.
Wenn ein Holzschutzmittel
zwingend erforderlich ist, verwenden Sie möglichst nur Borsalz. Bei
einer Außenanwendung sollte das Holz druckimprägniert sein. Bei befallenen
Hölzern ist eine ungefährliche Heißluftbehandlung zu empfehlen.
Infos zu:Pyrethoide
Im Zusammenhang
mit dem Kauf von Teppichen aus Naturmaterialien sollte man sich grundsätzlich
bescheinigen lassen, daß der Teppich frei
ist von Pyrethroiden oder sonstigen Pestiziden. Es reicht nicht, einen
"unbehandelten" Teppich zu verlangen, sondern im Kaufvertrag sollte
auf jeden Fall stehen:
Der
Teppich ist weder mit Bioziden behandelt, noch mit mehr als 1 mg/kg
kontaminiert
Bei Auftreten
von Schädlingen oder sog. Lästlingen ist praktisch nie der Einsatz von
Giften erforderlich. Ursachenbekämpfung (z.B. feuchte Stellen, offene
Lebensmittel) oder das Anbringen von Barrieren (Fliegengaze, Leimbretter,
natürliche Gegenmittel) sind die bessere Lösung.
Infos zu:Weichmacher
Da Baumaterialien
die Hauptquellen für Weichmacher in der Innenraumluft bzw. im Staub
sind, hilft nur der möglichst weitgehende Verzicht auf Kunststoffprodukte
und die Verwendung von schadstoffarmen Produkten.
Papiertapeten
sind nicht nur kostengünstiger und gasen bedeutend weniger Schadstoffe
aus, sondern sie erhalten die Atmungsfähigkeit der Wände und verbessern
das Raumklima.
Infos zu:
Lösemittel
Der wirkungsvollste
Effekt zum Schutz der Gesundheit kann durch den generellen Verzicht
auf lösemittelhaltige Produkt erzielt werden. Das gilt z.B. für Teppichkleber,
Lack- oder Latexfarben an den Wänden. Durch eine Papiertapete werden
die Wände nicht "versiegelt" und der Anstrich mit einer Innen- Dispersionsfarbe
ist in Wohn-und Schlafräumen ebenso ausreichend wie für Büros.
Wenn der Einsatz
lösemittelarmer Produkte unumgänglich ist, muß auf gute und schnelle
Trocknungszeiten ebenso geachtet werden wie auf eine intensive und regelmäßige
Lüftung.
Achtung:
Sicherheitsdatenblätter liefern Fachdaten für Industrie und Gewerbe,
erlauben aber keine Schlüsse auf mögliche Gesundheitsgefahren für den
Nutzer.
Als "lösemittelarm"
gekennzeichnete Kleber dürfen z.B. einen Anteil an Lösemitteln von 5%
haben. Auch aus gesetzlich als "lösemittelfrei" gekennzeichneten Produkten
können Lösemittel ausgasen, denn ein Anteil unter 0,5% braucht ebensowenig
angegeben zu werden, wie der Gehalt an Lösemitteln mit einem Siedepunkt
oberhalb von 200 °C. Diese sind leider "schwerflüchtig", d.h. die Ausdünstungen
können jahrelang dauern!
Infos zu:
Schwermetalle
- Wer zur Vorsorge Kontakte
mit Schwermetallen vermeiden will, sollte:
- Keine Amalgamfüllungen
einsetzen lassen;
- Keine Metallgegenstände
(Schmuck, Brille) am Körper tragen;
- Geschirr aus Keramik verwenden;
- Schwermetallhaltige Wasserleitungen
vermeiden oder austauschen;
- Auf das Rauchen verzichten
Infos zu: Künstliche
Mineralfasern
Erhöhte Faserkonzentrationen
können auftreten, wenn bautechnische Mängel bestehen und Stäube
oder Fasern aus der Dämmung sichtbar herabrieseln oder durch intensive
Luftbewegung ein Abrieb möglich ist. Bei fachgerechtem Einbau,
d.h. vollständigem mechanischem Abschluß gegenüber Innenräumen
besteht grundsätzlich keine Gefahr. Vor der Einbringung von Dämm-
und Isolierstoffen sollten nicht nur Gesundheitsgefahren beachtet werden,
sondern auch ökologische Gesichtspunkte sollten hier eine Rolle
spielen.
Alternativen sind z.B.: Zellulosedämmstoffe
(z.B. Isofloc); Perlite (durch Erhitzen expandiertes vulkanisches Gestein);
Blähton; Korkschüttung
Infos zu: Schimmelpilze
und Bakterien
Liegen die Ursachen für
erhöhte mikrobielle Belastungen in einem Feuchteschaden, hilft
langfristig nur eine bauliche Verbesserung. Nach der Sanierung von defekten
Materialien, der Einbringung von Sperrschichten oder der Veränderung
des Taupunktes ist eine vollständige Trockenlegung und auch eine
Entfernung belasteter Materialien erforderlich.
Ist eine Schimmelpilzbelastung
durch falsches Lüftungsverhalten entstanden, muß nach der
Entfernung belasteter Materialien (z.B. Tapeten) der Untergrund evtl.
behandelt und neu aufgebaut werden.
Der Einsatz von chemischen
Stoffen (Fungizide) zur Pilztötung scheint oftmals unabwendbar.
Aus gesundheitlicher Sicht bestehen aber erhebliche Bedenken, da Fungizide
auch auf den Menschen gesundheitschädlich wirken können. Zudem
führen fungizide Mittel oft nur vorübergehend zur Beseitigung
des Pilzschadens und können eine Neubesiedelung bei fehlenden technischen
Maßnahmen (Austrocknung) nicht verhindern.
Im Notfall sollten unter
Beachtung aller Sicherheitsregeln und sonstiger Produkthinweise aufgrund
der hohen Wirksamkeit Alkohole oder quartäre Ammoniumverbindungen
eingesetzt werden.
Zur schnellen Selbsthilfe
ist auch Essigwasser oder Essigreiniger zu empfehlen.
Schimmelspezialisten
- messen nicht nur sichtbaren
Befall, sondern spüren auch jahrzehntealte versteckte Belastungen
auf und bewerten sie.
- prüfen nicht nur
die lebenden Schimmelpilzsporen, sondern auch die abgestorbene Biomasse
und ihre Ausdünstungen.
- konrtrollieren auf Schimmel-
und auf Bakterienbefall.
- setzen in Zweifelsfällen
einen erfahrenen "Schimmel- Spürhund" ein.
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